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1.10 Die geplante Wesertalbahn

Gerhard Schramm

 

Nach dem Vorbild der gebauten Extertalbahn sollte, unter Federführung des Elektrizitätswerks Wesertal, eine Wesertalbahn gebaut werden.

Ende der zwanziger Jahre wurden die Planungen konkretisiert. 

Die Streckenführung begann in Holzminden, über Bevern, Polle, Rühle bis Bodenwerder. Am Bahnhof Bodenwerder-Linse wurde die Vorwohler-Emmerthaler Eisenbahn eingebunden, um über Halle, Dohnsen bis Bremke zu führen. Hier war ein Abzweig geplant. Eine Strecke sollte über Harderode, Bisperode beim Bahnhof Behrensen auf die Reichsbahn stoßen. Die zweite Gleisführung war vom Abzweig Bremke nach Esperde gedacht. Bei den Überlegungen waren für das Bahnhofsgelände in Esperde mit den nötigen Gebäuden die Gärten am Papensteg vorgesehen. Durch das Westerfeld in Richtung Börry, Latferde, Hastenbeck sollte der Bahnhof Hameln erreicht werden.

Aus wirtschaftlichen Gründen war Normal-Spur von 1435 mm geplant.

Als Zugmittel kamen nur Elektro-Lokomotiven mit Oberleitung in Frage.

Es wurden Wirtschaftlichkeitsanalysen aufgestellt, diese fanden in dem industrieleeren Raum überhaupt keine Resonanz. Ferner machte sich auch die einsetzende Motorisierung des Straßenverkehrs stark bemerkbar.

So blieb es nur eine Episode und sorgte für Gesprächsstoff der damaligen Generation.[i]


 

[i] Vorwohle-Emmerthal, von H.W. Rogl