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1.8 Verkopplung der Feldmark von Esperde

 

Unter Federführung der Königlichen Landdrostei Hannover wurde im Dorfe Esperde, Amt Hameln, vom 26. April 1862 - 19. August 1865 die Verkopplung der Feldmark Esperde vorgenommen.

 

Verhältnisse vor der Teilung:

 

Die Acker- und Wiesengrundstücke lagen fast durchgängig in kleinen Parzellen zerstückelt im Gemenge.

Der Acker wurde in 3 Feldern bewirtschaftet.

Die Wiesen waren zweischürig.

 

Der Gemeinde-Anger war in Esperde schon 1843 geteilt. Die Teilungsgemeinde Esperde bestand aus den Besitzern der zugleich die alte Real-Gemeinde bildenden 61 Reihestellen (einschl. der Schule) welche zugleich Grundeigentümer der zur Auseinandersetzung gelangten Gemeinheiten waren.

 

Eingebracht wurden:

 

Ackerland

2272 Mg

  66

Quadrat-Ruthen

Wiesen

  204 Mg

101

Quadrat-Ruthen

Angerboden

    74 Mg

  69

Quadrat-Ruthen

Gartenland (ausschl. Hausgärten)

    73 Mg

  16

Quadrat-Ruthen

 

Der Geometer Heinrich Ehlers fertigte von 1862 - 64 Karten und Aufzeichnungen der Ländereien an.

Die Neuverteilung erfolgte nach Bonität und Fläche. Große Erfahrung wurde bei der Einrichtung von Feldwegen und Gräben gebraucht.

 

Die Reihestellen besitzen 314 Morgen Wald welcher aber nicht in der Teilung mit einbezogen wurde. Natürlich sind auch kleinere Unstimmigkeiten vorgekommen, diese wurden aber mehr oder weniger aus dem Wege geräumt.

Ausführung der Sache:

 

Die Ausführung des anerkannten, bzw. durch die gepflogenen Verhandlungen festgestellten Einteilungsplans hat überall stattgefunden.

Im Herbst des Jahres 1865 sind sämtliche Interessenten in den Besitz ihrer ausgewiesenen Abfindungen getreten.

 

Der Endstand:

 

Bäuerlicher Besitz

656 ha

23 ar

329020

Reichsthaler

Reservation

    2 ha

50 ar

     964

Wege und Gräben

  35 ha

  3 ar

 15883

 

693 ha

76 ar

345867

 

Der Abschluß dieser verantwortungsvollen Neuerung fand am 11. Februar 1874 statt.[33]