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3.6 Protokolle von Kirchenvorstandssitzungen

 

Kirchenvorstand Esperde

Gesuch um Genehmigung

der Reparaturumbaus

der Kirche in Esperde.

 

 

 

 

 

 

An die Herren Kirchenkommissarienz. H. des Herrn Super-intendenten LorenzHochwürden in Börry

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der Kirchenvorstand Esperde

 

Börry, d. 12. I. 1911

 

Schon bald nach erfolgter Restaurierung

der Esperder Kirche im Jahre 1881 zeig-

ten sich Mängel. Der zwischen den bei-

den Dächern der Seitenschiffe sich befin-

ende Einschnitt wies Undichtigkeiten

auf, so daß Wasser durchsickerte, die

Balken durchfeuchtete und in die Kirche

hineintropfte. Fast jedes Jahr hat der

Kirchenvorstand den Klempner oder

Dachdecker beauftragt den Schaden und

seine Ursachen zu beseitigen; all diese

Ausbesserungen haben nichts genützt.

Ein paar Wochen war von Undichtigkeit

nichts zu merken, dann begann wieder

der Tropfenfall in der Kirche. Vor etwa

einem viertel Jahre wurde es bei einer

Besichtigung des Gotteshauses offenbar,

daß die Balken der Decken in den    

Seitenschiffen ganz durch gefault waren

und eine große Gefahr für die

Kirchenbesucher bildeten, da sie jeden 

Augenblick herabstürzen konnten. Nach

erstatteter Meldung beim Kreisbauamt

ist den Anordnungen desselben gemäß

die Stützung der dicken Balken lagen

erfolgt. Gänzliche Beseitigung des   

vorhandenen Mangels kann nur dadurch

geschehen, daß die Seitenschiffe nach

erfolgter Niederreißung nicht mit je 2

Dächern wieder aufgebaut werden,

sondern nur je ein Dach erhalten, damit

die Ansammlung von Feuchtigkeit zur

Unmöglichkeit gemacht wird.

Der Kirchenvorstand hat demgemäß

beschlossen:

Er beabsichtigt nun mit diesem Umbau

der Seitenschiffe zugleich einige kleinere

Veränderungen in der Kirche vornehmen

zu lassen, wodurch eine Besserung

bisheriger Zustände erzielt wird. Der

Chorplatz vor dem Altar ist sehr klein

und erweist sich bei Konfirmationen und

ähnlichen Feiern als unzulänglich, er

soll nun etwas vergrößert werden. Die vor

den Seitenschiffen stehenden Pfeiler von

etwa einen Meter dicke, die den Blick von

den in den Schiffen befindlichen Plätzen,

nach Kanzel und Altar, teilweise oder

ganz verhindern, sollen fort genommen

werden. Mit diesen Reparaturen soll eine

Ausmalung der Kirche vorgenommen

werden. die Leitung der Arbeiten ist dem

Architekten Bureau Meyer-Fischer

Wollner in Hameln übertragen.

 

Die Herren Kirchenkommissarien

werden gebeten den diesbezüglichen

Beschluß des Kirchenvorstandes, der in

beglaubigter Abschrift eingefügt ist, zu

genehmigen und die weiteren

behördlichen Genehmigungen zum Bau

nach Bauzeichnung und Kostenanschlag

erwirken zu wollen. Die Kosten sollen

durch eine Anleihe bei der Klg.

Klosterkammer gedeckt werden und wird

ein Beschluß durch Vermittlung der

Herrn Kommissarien zur Genehmigung

in den nächsten Tagen eingereicht

werden.

 

 

gez. Schmidt Pastor[i]

 

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            Esperde, den 4. Nov. 1952 20:00 Uhr

 

Anwesend:

Ad. Heinemeyer

Fr. Henke

Rob. Gahr

Fr. Beye

Past. Welz

Fr. Göhmann

 

Die politische Gemeinde Esperde wird davon in Kenntnis gesetzt, daß die Vermögensauseinandersetzung Kirche/Schule von der Schlichtungsstelle genehmigt, geregelt werden soll. Es wird zum Neubau einer Sakristei kommen.

 

Der Bau kann in diesem Jahre wegen des bevorstehenden Winters nicht mehr durchgeführt werden. Die Bauunterlagen sind von Hameln noch nicht zurück.

 

Die Gemeinde wird gebeten jetzt die Vorbereitungen zum beabsichtigten Bau (Bauholz usw.) zu treffen, damit im März 1953 mit dem Bau begonnen werden kann.

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Esperde, den 20. 3. 1953, Schule 20:00

 

            Der Vorstand ist beschlußfähig.

Einziger Verhandlungspunkt: Der Sakristei-Neubau

 

1.         Der Kirchenvorstand beschließt den Sakristei- Neubau für diesen Sommer, unter der Voraussetzung der Genehmigung des nachstehenden Finanzplanes.

 

2.       Finanzplan: Baukosten gemäß. Anschlag des Herrn Maurermeister
          Rob. Beye Hajen                                                                           5.050,25 DM

          Einnahmen:

          Bauholz der Pol. Gemeinde                                                             700,00 DM

          Pol. Gemeinde: 1/3 der restl. Baukosten                                      1.450,00 DM

          Darlehen der Kirchengemeinde                                                    1.000,00 DM

          Zuschuß des Landeskirchenamtes                                                1.900,00 DM

                                                                                                          ---------------------

                                                                                                               5.050,00 DM

 

 

 

3.         Das Darlehen der Kirchengem. in Höhe von 1.000,00 DM wird beim Landeskirchenamt zu einem günstigen Zinssatz beantragt.

4.         Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes wird beauftragt, die zum Finanzierungsplan gehörenden Verhandlungen zu führen.

 

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                                                                                  Esperde, den 20. 5. 1966

 

Anwesend:

Düvel                                                                         Auf ordnungsgemäße Ladung

Gödecke                                                                    treten die neben genannten Mit-

Sobottka                                                                    glieder des Kirchenvorstandes zu

Niebisch                                                                     einer Sitzung zusammen.

Reichert

 

Die politische Gemeinde Esperde beabsichtigt, auf dem kirchlich verwalteten Friedhof eine Friedhofskapelle zu bauen.

 

Die Kapelle soll auf der Parzelle Nr. 3/Flur 5 ”Hofraum vor dem Tegdtore” errichtet werden.

 

Die Parzelle steht im Eigentum der Teilungs- und Verkoppelungsinteressenten. Sie werden durch die pol. Gemeinde vertreten. Die Baukosten für die Kapelle betragen 45.000,00 DM.

 

Der Kirchenvorstand beschließt, daß Landeskirchenamt um eine Bauhilfe zu bitten.

 

Finanzierungsplan

 

1.      Mittel der pol. Gemeinde Esperde                            30.000,00 DM

2.      Baubeihilfe des Landeskirchen Amt                          15.000,00 DM

                                                                                           45.000,00 DM

                                                                                       ==========

 

Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Zwei Kriege haben viel Leid gebracht. Aber die Sonne hat für die Esperder Bürger wieder geschienen. Viele Leute sind in unserer Kirche ein und ausgegangen.

 

Der Kirchenvorstand beschäftigt sich schon lange mit der Inneninstandsetzung unserer Kirche.

 

Der Kirchenvorstand Pastor Reichert, R. Niebisch, Fr. Gödecke, H. Schacht, H. Düvel und H. Sobottka.

 

Beratend anwesend Herr Rennenberg vom Amt für Bau- u. Kunstpflege.

Herr Geffert vom Kirchen-Rentamt in Bodenwerder.

 

Als erstes muß das Gebäude neu versichert werden.

Dann ist es soweit die nächste KV.-Sitzung kommt.

 

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Anwesend:                                                                 Geschehen zu Esperde

Alle Mitglieder des                                                    am 11. 09. 1967

Kirchenvorstandes

 

 

Einziger Punkt der Tagesordnung: Kirchenrenovierung.

Der K.-Vorst. beschließt: Gemäß Bericht des Amtes für Bau- und Kunstpflege in Hildesheim, soll die Kirche in Esperde im Jahre 1968 bis zu einem Kosten- aufwand von 63.000,00 DM renoviert werden. Dazu erbitten und beantragen wir beim Landeskirchenamt eine Bauhilfe von 43.000,00 DM, wir beantragen zugleich die Renovierungsarbeiten so einzustufen, daß die Arbeiten im Jahre 1968 aufgenommen werden können.

 

Finanzierung:                          Anteil der Kirchengemeinde             1./20.000,00 DM

Kirchenvorstand                     laufende Spendenaktion                         8.000,00 DM

Pastor Reichert                       Haussammlung                                       3.000,00 DM

Fr. Gödecke                            Baurücklage                                           4.000,00 DM

R. Niebisch                              Abgelöste Gefälle                                   3.000,00 DM

H. Sobottka                             Darlehen                                                 2.000,00 DM

H. Schacht                               Baubeihilfe LKA                               2./43.000,00 DM

H. Düvel                                                                                               63.000,00 DM

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[i] Archiv des Kreises Hameln-Pyrmont