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4.2 Notizen zum Bestehen einer Selbstverwaltung im Dorf Esperde.

 

Aus der Schul- und Kirchenchronik Esperde.

 

Wie Schulmeister Thiele Organist wurde:

 

Demnach die Esperdische Gemeine eine Orgel der hiesigen Kirche geschenket hat. So hat dieselbe solche zur Verwahrung und währenden Gottesdienste zu spielen, den zeitigen Schulmeister hiermit übertragen.

Und verspricht dafür jährlich 7 Thaler welchen von den jederzeitigen Bauermeistern den 1ten Advent und zwar Advent 1767 zum 1.ten Mal bezahlet werden.

Hiebey wurde verabredet, daß der Meier zu solchen Spielen 6 Mariengroschen, der Köthner 3 Mariengroschen geben sollte. Das  noch fehlende Geld würde von der gesamten Gemeine gesammelt. Nebst diesen werden dann dem Schulmeister von dem gesamten Meier 60 Bunde Rockenstroh versprochen, wozu der Vollmeier 4 Bunde, der Mittelmeier 3 Bunde und der Kleinmeier 2 Bunde giebet.

 

Zur Festhaltung diesen ist gegenwärtiges von beiden Teilen unterschrieben.

 

So geschehen.

 

Esperde, d. 24ten Nov. 1766

 

Christian Grupe                                            J. H. Thiele

Christian Düvel                                             Zeitiger Schulmeister

                                                                       Hieselbst

 

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Am 7. Okt. 1852 bittet der Gemeindevorsteher Conrad Beye, Esperde, das Amt Grohnde, zu der folgenden Neuwahl, einen geeigneten Nachfolger vorzuschlagen. Sein Augesleiden und Alter machten ihm sehr zu schaffen. Gemeindevorsteher wird Christoph Düvel Nr. 26.

 

Beigeordnet werden der Vollmeier Heinrich Schütte Nr. 8 und der Köthner August Schütte Nr. 43.

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Bürgermeisterwahl 1854

 

Esperde, den 12ten März 1854

 

Ich unterzeigneter, bringe dem Königlichen Amte Grohnde hiermit in Erinnerung, daß im Monat Juni meine Dienstzeit als Vorsteher abgelaufen ist. Bitte Königliches Amt, möge eine neue Wahl in den nächsten Monaten anordnen. Es scheint mir wünschenswert, wenn Königliches Amt, die Güte hätte und die Wahl selbst einleite.

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Das Königliche Amt Grohnde ordnet die Wahl auf Sonntag , den 9ten Juni 1854, morgens 11 Uhr, im Grupe`schen Kruge zu Esperde, an.

 

Vorsteher Düvel hat dazu alle stimmberechtigten Mitglieder der Gemeinde Esperde Mann für Mann vorzuladen, unter der Androhung einer Geldstrafe von 8 mgr. für den Fall des Ausbleiben zum Besten der Amtsarmenkasse. Zum Termin ist dem Königlichen Amt ein Namensverzeichnis mit den vier Stimmrechts-Klassen vorzulegen.

 

Grohnde, d. 16. Mai 1854                             Königliches Amt

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Da die zehnjährige Dienstzeit des Bauermeisters, jetzt Gemeinde Vorsteher genannt, Köthner Christoph Düvel in Esperde am 6. Juni 1854 abgelaufen war und solches dem Königlichen Amte Grohnde durch den Gemeindevorsteher Christoph Düvel angezeigt wurde und darum bat, das vom Königlichen Amte Grohnde eine Neuwahl zum Vorsteher Amte in der Gemeinde Esperde anberaumt werden möchte, so wurde vom Amte Grohnde zur Neuwahl eines Gemeinde Vorstehers in Esperde der Termin angesetzt auf den 9. Juni 1854.

 

Am 9. Juni 1854 hatte sich auch der Amtmann August Neubourg auf der Gemeindeversammlung eingefunden, welcher auch die Wahl leitete. Der bisherige Gemeindevorsteher Christoph Düvel wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt. Von Amtswegen wurde er auf den früher geleisteten Dienst- und Huldigungseid hingewiesen.

 

 

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Gemeindeprotokoll    3. Dezember 1854

 

Die Gemeinde Esperde ist versammelt und es wurden durch den Ober-Bonitor Heinecke die Wiesen-Taxe, die er abgeschätzt hat, deutlich vorgelesen. Er erklärt, daß ein jeder Besitzer gegen die Taxiation Einwendungen bis zum ersten Januar 1855 bei Königlicher Steuer Direktion in Hannover vorzubringen erlaubt sei.

 

Am 3. Dezember 1854 in derselben Versammlung ist noch einmal der Versuch gemacht die Gemeindemitglieder dahin zu bewegen, ob sie für den Häusling Christoph Weßling und seine Familie die Kosten der Übersiedlung nach Amerika bezahlen wollen, wozu sich dafür zu wenig bereit erklärt haben.

 

                                                                       Christoph Düvel

 

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Königliche Landdrosterei Hannover will die Gemeinden Börry und Esperde über die aus Anlaß veröffentlicher Klagen über die Entheiligung der Sonntags in Frage gekommenen Verlegung oder Aufhebung des dortigen Sonntags Jahrmarktes vernommen wissen.

 

Die Vorsteher Grupe und Düvel haben daher am Donnerstag, den 17. März d. Jahres beim Amte morgens 10 Uhr sich einzufinden und die derselbige Erklärung der dortigen Gemeinde abzugeben.

 

Vorher haben dieselben auch den Herrn Prediger davon in Kenntniß gesetzt sein werden, die Ansicht des Gemeinde Endschlusses darüber entgegenzuzeichnen.

 

                                                           Grohnde, den 19. Februar 1855

                                                           Königliches Amt

                                                           Gez. Neubourg

An die Gemeinde Vorsteher

Grupe in Börry und

Düvel in Esperde [i]

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Am 18. Juli 1855 ist dem Conrad Lange aus Esperde und der Wilhelmine Reese aus Hehlen das Wohnrecht in der Gemeinde Esperde erteilt.

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Am 24. August 1855 ist dem Landgendarm Conrad Sporleder wegen anderweitiger Verheiratung sein Wohnrecht in Esperde erteilt.

 

Nach der Verfügung des Königlichen Amtes Hameln vom 31. Januar 1861, kann ein Jeder sich bei Entbindungen eine Hebamme wählen welche er will. Er muß aber der Hebamme seines Bezirkes die hergebrachten Gebühren bezahlen. Welche sich bei ehelichen Kindern auf 27 Mariengroschen belaufen, bei unehelichen Kindern auf 1 Thaler und 9 Mariengroschen.

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1860

 

Heinrich Nolten hat den Wohnschein erhalten von der Gemeinde Esperde unter den Bedingungen, daß er und sein Vater in einer Wohnung leben und wenn es nötig, soviel wie möglich seinen Vater im Alter unterstützt.

Am 21. März 1860 wurde Conrad Lange als Feldhüter und Gemeindediener von Gemeindevorsteher Christoph Düvel vereidigt.

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1862

 

Dem Wilhelm Schaper ist der Wohnschein von der Gemeinde Esperde erteilt. Derselbe hat aber der Gemeinde versprochen, so lange er und seine Frau leben, dafür zu sorgen, daß die Gemeinde von dem unehelichen Kinde, welches seine Frau mit nach Esperde gebracht hat, keine Last davon haben solle.

 

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Geschehen Esperde, den 5. März 1864

 

Am heutigen Tage war der Gemeindeausschuß der Gemeinde Esperde zusammen berufen. Es wurde demselben die Verfügung des Königlichen Amtes Hameln vorgelesen, wegen häusliche Niederlassung des Maurers und Tagelöhners Friedrich Beye zu Esperde. Friedrich Beye und dessen Mutter Caroline Köhring, waren beide gegenwärtig und wünschen beide das die Gemeinde Esperde die häusliche Niederlassung gewähren möge. Beide, Mutter und Sohn, verpflichten sich der Gemeinde gegenüber, daß sie, solange sie leben, in einer gemieteten Wohnung mit den übrigen Geschwistern leben wollen und keinen verstoßen werden.

 

Vorstehendes Bescheinigen wir mit unseres Namens

 

Unterschrift.

 

Friedrich Beye            X X X Dies ist das Handzeichen der

Caroline Köhring

 

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Der Forstaufseher                            

                                                                       Amt Hameln, am 29. August 1864

 

Gegenwärtig:

 

Amtmann Meyer.

 

Es erscheint der Gemeindevorsteher Düvel aus Esperde und präsentiert den Häusling Conrad Bock daher mit dem Antrage denselben als Forstaufseher für die Gemeinde Esperde in Eid und Pflicht zu nehmen.

 

Worauf er amtsseitig körperlich und feierlich auf sein neues Amt mit folgendem Eide verpflichtet ist.

 

Ich schwöre, daß ich den mir übertragenen Dienstverrichtungen eines Forstaufsehers in Esperde mit Treue, Fleiß und Eifer nachkommen und die mir erteiltwerdenden Vorschriften meiner Vorgesetzten gewissenhaft nach besten Kräften erfüllen will, gelobe auch die benachbarten Forstaufseher in ihren Dienstvorrichtungen zu unterstützen, meine Angaben der Wahrheit gemäß einbringen und mich von meiner Dienstpflicht durch Freundschaft, Feindschaft, Gunst und Gabe nicht abhalten lassen zu wollen, so wahr mit Gott helfe.

 

                                                                                  Beglaubigt

                                                                                              Rotermund.

 

 

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Geschehen im Grupe`schen Kruge am 23ten Juni 1866

 

Zur Wahl eines Vorstehers und zwei Beigeordneten waren die Mitglieder der Gemeinde Esperde unter Angabe des Zwecks, durch den Gemeindediener Christian Lange, Mann für Mann, vorgeladen und es hatten sich 39 Mitglieder mit 104 Stimmen eingefunden. Da die Gemeinde aus 174 Stimmen besteht, so ist die erforderliche Anzahl in der Versammlung vertreten. Der langjährige Vorsteher Düvel erhielt 95 Stimmen. Als Beigeordnete erhielten der Köthner Conrad Brinkmann 89 Stimmen und der Anbauer und Zimmermeister Daniel Sporleder 104 Stimmen.

 

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Am 10. Januar 1867 ist von Hoher Preußischer Behörde der Befehl erlassen, was bei Märschen Königlich Preußischer Truppen für Verpflegung vergütet wird.

 

1) Der Unteroffizier und Soldat, sowie jede zum Militär gehörende Person, die nicht im Rang eines Offizier ist, kann in jedem Nacht- oder Ruhequartier reinliche und gesunde Hausmannskost verlangen, insbesondere morgens warme Milch und Kaffee oder eine warme Suppe, aber keine Butter und Brot, auch kein Wein, Branntwein oder Bier.

 

2) Das Quartier wird pro Mann mit 1 Groschen vergütet.

Für Verpflegung täglich pro Mann 6 1/2 Groschen.

Die Unterstellung eines Pferdes, mit Streustroh, wird mit 4 Pfennig vergütet.

 

3) Die Quartiere eines Offiziers werden mit 5 Groschen bezahlt.

Die Beköstigung übernehmen die Offiziere selbst.

 

4) Bei Transporten für das Militär werden pro Pferd und Meile 7

Groschen und 6 Pfennige gezahlt.

Für einen Einspänner 11 Groschen und 3 Pfennige

 

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Hannover, den 10. Januar 1867

 

Für ehemalige Hannoversche Militärpersonen sollen, wenn sie an Ruhestörungen und Widersätzlichkeiten teilnehmen, außer der kriegsrechtlichen Bestrafung der Rädelsführer, sofort auf mehrere Wochen zum aktiven Dienst eingestellt werden.

 

                                   Der General-Gouverneur

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Esperde, den 3. Dezember 1871

 

Bestätigter Gemeinde Beschluß.

 

Wonach für Tanzbelustigungen eine Abgabe von einen Thaler zu Armenzwecken entrichtet werden soll, hat die Genehmigung der Königlichen Landdrostei gefunden.

 

                                                                       Der Amtshauptmann

 

                                                                       A. Meyer

                                                                       Chr. Düvel

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Geschehen zu Esperde im Grupe`schen Gasthaus am 7ten Juli 1872

 

Gemeindevorsteherwahl und für drei Beigeordnete. Christoph Düvel wurde wiedergewählt. Die drei Beigeordneten sind der Vollmeier Wilhelm Falke, der Kötner Wilhelm Leweke und der Beibauer Wilhelm Ristenpadt.

 

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Am 19. Dezember 1876 war der Musiker Friedrich Julius Schmidt mit seiner Frau Wilhelmine, geb. Schmidt aus Grave auf der Durchreise. Im Grupeschen Gasthaus wurde ihnen ein Mädchen geboren.

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Gemeindevorsteherwahl am 21. Juli 1878 in der Grupe`schen Wirtschaft.

 

Hier ging die lange Amtszeit des Gemeindevorsteher Christoph Düvel zu Ende.

Mit großer Mehrheit wurde Georg Sporleder Nr. 32 zum Gemeindevorsteher gewählt.

Beigeordnete wurden der Halbmeier Carl Daus Nr. 10 und der Kötner Heinrich Eickhof Nr. 16.

Gelderheber oder Rechnungsführer ist der Kötner und Schmied Hermann Hobein geworden. Als Entschädigung erhält er 2 Prozent der Einnahmen.

 

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Im Jahr 1879 baute der Doppelmeier Friedrich Brünig seine Scheune von Haus Nr. 15 auf seinen Hof, Nr. 7. Von dem Beigeordneten Heinrich Eickhof und Vorsteher Sporleder wurde ihm der Punkt angewiesen nach der gesetzlichen Bestimmung zwei Fuß mit der Mauer von seiner Hecke am Bach zu bleiben. Dies wurde nicht befolgt, sondern Brünig beanspruchte das Bachufer und rückt mit der Mauer über die Heckenstelle.

 

Auf der Gemeindeversammlung am 6. April 1879 kam darüber großer Unwillen auf.

 

                                               Sporleder

                                               H. Eickhof  

 

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Herrn Gemeinde Vorsteher Sporleder Esperde

 

Bei der Einreichung meiner Kostenliquidierung für die Regulierung und Anweisung der Grenze zwischen Gemeinde und verschiedenen Gemeindemitgliedern ist der Anbauer Falke welcher noch zur Strafe gezogen werden mußte, weil er der Aufforderung, mit seinem Stakett von der Gemeinheit zu räumen nicht nachgekommen ist, mit 5 Mark Bestrafung verrichten, welches Sie noch beim Königlichen Amte nachtragen wollen für meine Wege.

 

                                                           Schrader

 

Grohnde, 28. April 1881                    Beeidigter Taxameter

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Mit der Bitte Königliches Amt wolle den bevorstehenden Falke zur Strafe von 5 Mark veranlassen und denselben zur Wegnahme des Staketts auf der Gemeinheit auffordern.

 

                                                                       Gemeindevorsteher

                                                                                  Sporleder

                                                                                              Esperde54

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                                                                                  Hameln, den 7. Mai 1881

 

An den

Herrn Gemeindevorsteher

Sporleder

in Esperde

 

                        Sie werden hier durch veranlaßt sich am Donnerstag, den

12. Mai d. Jahres, um 11 Uhr morgens, im hiesigen Amtshause einzufinden, um über die Angelegenheit betr. Ordnung der Gemeindegrenzen in Esperde nähere Aufklärung zu geben.

 

                                                                       Unterschrift54

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Geschehen 23ten September 1884

 

Der Gemeindevorsteher Georg Sporleder Nr. 32 wurde wieder gewählt. Vollmeier Conrad Göhmann Nr. 1 und der Anbauer Wilhelm Brinkmann Nr. 72 wurden Beigeordnete.

Gelderheber wurde Carl Weßling Nr. 30

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            Hameln, den 17. 9. 1889

 

An den Gemeinde Vorstand in Esperde.

 

Bevor eine Beihilfe zu den Kosten für den beabsichtigten Bau eines Thurms für Schläuche beantragt werden kann, muß ein Gemeindebeschluß vorliegen, daß der Bau ausgeführt und die Löschutensilien angeschafft werden sollen. Außerdem muß über den Bau ein Kostenanschlag und hinsichtlich der Schläuche und der Feuereimer eine Liste der Fabrik vorgelegt werden, aus welcher die Preise der anzuschaffenden Gegenstände zu ersehen sind.

 

Ich beauftrage den Gemeindevorstand einen derfalligen Gemeindebeschluß herbeizuführen und mir denselben mit den übrigen Nachweisen baldigst einzureichen.

 

 

                                                                                  Der Landrath

 

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Protokoll-Abschrift                                                                        Esperde, den 6. Oktober 1890

 

Gemeindeversammlung der Gemeinde Esperde

In der Grupeschen Gastwirtschaft, daselbst abends 8 Uhr

 

Tagesordnung

 

1)      Neuwahl eines Gemeinde-Vorstehers auf 6 Jahre, vom 1. Okt. 1890 an.

2)      Neuwahl zweier Beigeordneter.

3)      Neuwahl eines Gemeinde-Gelderhebers.

 

Nach dem in ortsüblicher Weise den Gemeindemitgliedern die Tagesordnung bekannt gemacht war und sich der Gemeindevorstand davon überzeugt hatte, dass wenigstens 2/3 der Gemeindemitglieder erschienen waren, wurde zunächst zur Neuwahl eines Gemeindevorstehers geschritten. Nach Aufruf der einzelnen Mitglieder ergaben sich für den Köthner Wilhelm Düvel, Haus Nr. 26, 245 Stimmen, für Vollmeier Wilhelm Schütte 37 Stimmen und für Köthner Heinrich Schütte 15 Stimmen. Mithin wurde Köthner Wilhelm Düvel mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt.

 

Als Beigeordneter erhielt Vollmeier C. Göhmann 227 Stimmen, der Köthner H. Schütte 245 Stimmen, der Volmeier W. Schütte 30 Stimmen. C. Göhmann und H. Schütte sind mithin zu Beigeordneten gewählt.

Zum Gelderheber wurde auf 6  Jahre der Köthner und Schmied Heinrich Winter gewählt.

Als Gemeinde-Feuergeschworene wurden der Vollmeier Wilhelm Gerling mit 159 Stimmen und der Köthner Friedrich Beye, Nr. 52, mit 213 Stimmen gewählt, welche auch das Bauschöffenamt mit übernommen haben.

 

Vorgelesen und vom Gemeinde-Vorsteher beglaubigt.

G. Sporleder

 

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Der Kreis Hameln, in dem die früheren Ämter zusammen geschlossen waren, versagte dem gewählten Vorsteher die Bestätigung. Nach dem 1866 geführten deutschen Bruderkrieg, hatten die Preußen das Königreich Hannover anektiert.

 

Die Schlüsselstellungen wurden von preußischen Beamten besetzt. Vielen Calenbergern, wozu auch die Esperder gehörten, gefiel das ganz und gar nicht. Bei etwas mehr gegenseitiger Toleranz, die uns ja auch heute, nach weit über 100 Jahren, in vielen Fällen auch noch fehlt, hätte man vieles auf Vertrauensbasis fördern können. Dem Kreis Hameln und deren Repräsentanten waren etwas über die Gesinnung des Wilhelm Düvel bekannt geworden. Der Fußgendarm Marschall von der 10. Gendarmerie- Brigade, Hannoverscher Offizier-Districkt Hamelner Beritt musste im Ilsetal aufklären.

 

Er schreibt:

So z.B. der Gemeindevorsteher Weber zu Börry, welcher wortgetreu folgende Worte gebrauchte: Düvel ist ein Erzwelfe welchen die Esperder nur deshalb gewählt haben, -Hauptkrakeler und will überklug sein, fällt aber jedes Mal damit hinein. Auch wurde er seiner Parteilichkeit und Krakelerei halber schon vor zwei Jahren von dem Posten als Kirchenvorstand abgelöst.

Der Vorsteher zu Brockensen sagte ferner mit den Worten: In Esperde ist Revolutionspartei durchgekommen, jetzt haben sie den Richtigen gewählt. Es wird wohl recht bald ein Krach zum Ausbruch kommen. Auf meine Frage, wie das Kolster meine, antwortete derselbe: Ich meine damit, daß die Partei, welche stets gegen die amtlichen Anordnungen kämpft, ist hoch, zu diesen gehört auch erst recht der Düvel. Der Vollmeier Weßling war zugegen, kannte aber den Düvel nicht.

Marschall

Fußgendarm

 

Der Druck auf den Welfen Düvel war vom Landrathsamt so groß, dass er auf das Amt verzichtete.

Am 5. November 1890 wurde eine neue Gemeindevesammlung einberufen.54

 

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Hiermit begann die Ära von Vorsteher Schütte, sie endete im November 1930

 

Protokoll-Abschrift                                                                      Esperde, den 5.November 1890

 

Gemeindeversammlung der Gemeinde Esperde in der Conrad Grupeschen Gastwirtschaft mittags 12 ½ Uhr, behuf Neuwahl eines Gemeindevorstehers und Ergänzung zweier Beigeordneten.

Die Gemeindeversammlung war in ortsüblicher Weise bekannt gemacht, da 2/3 der Gemeindemitglieder erschienen waren, so wurde zunächst für den am 6. Oktober d. J. gewählten Vorsteher Köthner Wilhelm Düvel, welcher beim königlichen Landratsamt auf dieses Amt verzichtet hatte, zur Neuwahl eines Gemeindevorstehers geschritten.

Nach namentlicher Abstimmung ergaben sich für den Köthner Heinrich Schütte 184 Stimmen, für den Vollmeier Wilhelm Schütte 51 Stimmen. Mithin ist der Köthner Heinrich Schütte gewählt. Zu Beigeordneten wurde der Köthner Conrad Brinkmann mit 55 Stimmen gewählt. Für die dritte Klasse wurde der Anbauer Heinrich Pflüger mit 8 Stimmen gewählt.

Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben.

G. Sporleder54

 

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Am 13. Juli 1896 hat die Gemeindeversammlung Esperde beschlossen zu dem geplanten Brückenneubau in Hagenohsen 700 Mark beizutragen.

Die Straße unter dem Latferder Berge soll gebaut werden. Die Neubaukosten betragen 5000 Mark. Nach Ansicht des Königlichen Amtes soll Esperde 857,33 Mark Zuschuß geben. Bei der Gemeindeversammlung am 30. Okt. 1897 wird mit großer Mehrheit die Zustimmung gegeben. 56

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21. Juni 1901

 

Auf der obigen Gemeindeversammlung wurde ein Beschluß gefaßt.

 

Zu der neu gebauten Weserbrücke in Hagenohsen sollte sich die Gemeinde Esperde an der Brückenauffahrt mit 1698,98 Mark beteiligen.

 

In bekannter Sparsamkeit bewilligte die Versammlung 800 Mark.56

 

                                                                       H. Schütte Gemeindevorsteher

                                                                       Conrad Brinkmann

                                                                       Conrad Göhmann

 

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Am 23. September 1901 wurde Heinrich Friedrich Wilhelm Falke im Alter von 24 Jahren tot auf einen Pflugstell aufgefunden. (Herzschlag)

Kurz nach dem Ausläuten seines Freundes Hermann Beckmann, der einen Tag vorher von 5 Lauensteiner Burschen totgeschlagen wurde.

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21. Juli 1902

 

Das Landratsamt in Hameln mahnte das Restgeld für die Brückenauffahrt in Hagenohsen an.

 

Assessor von Raumen war vom Landratsamt Hameln gekommen um die Lage zubesprechen.

 

Ein Gemeindemitglied machte den Vorschlag, daß die Gemeinde Esperde den Gesamtbetrag von 1200 Mark bezahlt. Die restliche Summe von 498,98 Mark sollte durch private Kredite aufgebracht werden.

 

Der Vollmeier Karl Nagel und Wilhelm Schütte wurden beauftragt in Esperde, Börry und Latferde das Geld zusammen zu bringen.[ii]

 

                                                                                  Schütte

                                                                                  Gemeindevorsteher

 

PS. Es blieb dabei, die Gemeinde Esperde bezahlte den vollen Betrag.

 

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Königliches Amtsgericht, Abt. III                              Hameln, d. 5. Juni 1903

 

An

Königliches Landratsamt

                        in Hameln

 

Durch Beschluß der Königlichen Generalkommision in Hannover soll der Gemeindevorstand von Esperde als Vertreter der durch Teilungs- und Verkopplungsrezess vom 11. Februar / 24. Mai 1874 zu gemeinsamen Zwecken ausgewiesenen Liegenschaften des Gemeindebezirks Esperde bestellt sein.

 

Der Gemeindevorsteher Schütte aus Esperde hat die Ausfertigung dieses Beschlusses verlegt und kann sie zurzeit nicht auffinden. Da dieselben indessen hier zu Grundbuchzwecken erforderlich wird, ersuche ich um gefällige Mitteilung einer beglaubigten Abschrift des fraglichen, dort zweifellos vorfindlichen Beschlusses.54

 

                                               B. Frenl

 

 

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Beschwerde über den Vorsteher Schütte in Esperde.

 

Versicherungs-Kontrollstelle Hameln

 

                        G. Nr. 2147

 

An das Königliche Landrats-Amt                              Hameln, den 26. 11. 1904

 

            Hier

 

Bei dem Gemeinde-Vorsteher zu Esperde sind nach seiner Mitteilung auf bezüglicher Anfrage hin im Laufe dieses Jahres folgende ihm in Br. u. R. zugesandte Schriftstücke in Verlust geraten:

 

1) G. Nr. 1573, übersandt am 13. 9. 04, betreffend Markeneinziehung für den Arbeiter Wilhelm Jürgens, vom Ökonom Nagel.

 

2) G. Nr. 1605, übersandt am 13. 9. 04, betr. Markeneinziehung für den Tagelöhner Friedrich Schulz vom gleichen Arbeitgeber.

 

Da derartige Schriftstücke zur ordnungsgemäßigen Erledigung der Angelegenheiten von großem Wert sind und auch zu den Akten der Versicherten gebracht werden müssen, bittet die Kontrollstelle Königliches Landrats-Amt sehr ergebenst, den Gemeinde-Vorsteher anweisen zu wollen, daß er in Zukunft derartige Zuschriften sorgfältiger behandelt und ordnungsmäßig erledigt. 54

 

                                                           Steinert

 

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Aussprache Landrat und Gemeindevorsteher Schütte.

 

An Herrn Gemeinde-Vorsteher                                 Hameln, den 4. 12. 1904

            Schütte zu Esperde

 

Zu Verhandlungen über Invaliditätsfragen wollen Sie in den nächsten acht Tagen, vormittags, auf meinen Büro-Zimmer persönlich vorkommen.

 

                                               Der Landrat

 

Zu den Akten                                                                         14. 12. 1904

Nach Besprechung der Angelegenheit mit dem Gemeinde-Vorsteher Schütte.

                                               Der Landrat.

 

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Am 5. Juni 1906 ist der Gemeindediener August Nothvogel im Alter von 28 Jahren verstorben. Sein Nachfolger wird August Schütte.

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Der Landrat von Pilati wundert sich 1908

über die ständigen Anleihen der Gemeinde Esperde.

 

Original Abschrift

 

                                                                                              Hameln, den 19. Mai 1908

 

K. H. nebst Anlagen dem

            Herrn Gemeindevorsteher in Esperde

zurück. Ich ersehe mit Befremden, daß die Borgenwirtschaft in Esperde nicht abzureißen scheint. Erst im vorigen Jahre ist Ihnen die Aufnahme von 2 Anleihen von 1200 und 1000 Mark für Zwecke genehmigt, deren Befriedung aus laufenden Mitteln zu erfolgen hatte. Jetzt kommen Sie schon wieder mit einem gleichartigen Anliegen von 1500 Mark!

Das geht nicht so fort und ich muß dringend fordern, daß solche Ausgaben aus laufenden Mitteln aufgebracht werden. Daß diese Schuld von 1500 Mark in 6 - 7 Jahren abgetragen wird, kann nicht zugelassen werden. Die Abtragsperiode muß viel kürzer sein. Es ist für den Etat pro 1908 darum entsprechend vorzusorgen.

Im Übrigen wollen Sie angeben, zu welchen Zwecke eigentlich die Anschaffung eines Geldschrankes nötig war.

Sind alle diese Ausgaben wirklich erst im letzten Jahre entstanden oder schon seit einigen Jahren verschleppt.

 

Der Vorsitzende

des Kreisausschusses des Kreises Hameln

von Pilati[iii]

 

Damit hatte der Landrat von Pilati nicht gerechnet, die Esperder hatten wohl Schulden gemacht, aber auch dafür viel geschaffen. Nun bekam er vom Gemeindevorsteher Schütte eine Aufstellung.

 

Original-Abschrift

                                                                                              Esperde, den 10. Juli 1908

 

Auf Verfügung des Königlichen Landrathsamt vom 25. Juni d. J. betreffener Angabe der z. Z. in hiesiger Gemeinde vorhandenen Schulden teile ich Königlichen Landrathsamte folgende Schuldenposten mit.

11000 Mark angeliehen aus der Landeskreditanstalt Hannover zum landstraßenmäßigen Ausbau der Wege von der Börryer bis zur Bremker Grenze, sowie nach Heyen und Brockensen wird verzinst und amortisiert mit 5 %.

1200 Mark angeliehen aus der Börryer Sparkasse als Beitrag zur Verlegung der Landstraße in Hagenohsen wird mit 4 % verzinst und jährlich 200 Mark zurückgezahlt.

1200 Mark angeliehen vom Gemeindevorsteher Schütte als Vorschuß zur Gemeinderechnung 1902 wird verzinst mit 4 % und jährlich 200 Mark zurückgezahlt.

1000 Mark angeliehen vom Gemeindevorsteher Schütte als Vorschuß zur Gemeinderechnung von 1905 wird verzinst mit 4 % und jährlich 200 Mark zurückgezahlt.

Ich muß bemerken, daß eine Rückzahlung der letzten drei Schuldenposten noch nicht erfolgt ist und zwar wegen der großen Ausgaben für Wege und Brückenneubauten im Dorfe, von jetzt ab aber pünktlich erfolgt.

Die letztgenannten 12000 Mark sind im Jahr 1881 beim Neubau der Kirche bei der Königlichen Klosterkammer zu Hannover angeliehen mit 6 % verzinst und amortisiert und am 1. April d. J. abgetragen.

 

An                                                                              Der Gemeindevorsteher

Königliches Landrathsamt                                                    Schütte

in Hameln57

 

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30. April 1912

Auf der Gemeindeversammlung wurde der Vertrag mit der Überlandzentrale Hameln und der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft Berlin besprochen und genehmigt.

 

                                                                                              Schütte

                                                                                  Gemeindevorsteher.

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17. Dezember 1922

Der frühere Forstaufseher und Anbauer Heinrich Bock wurde auf der Gemeindeversammlung als Holzaufseher gewählt. Das jährliche Gehalt beträgt 20 000 Mark. Zweimal an verschiedenen Tagen in der Woche muß das Holz abgegangen werden

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14. November 1930

 

Die 1928 gemachte Zusage der Übernahme von 25 000 Mark und freien Grund und Boden für die Wesertalbahn wird auf Grund der schlechten Wirtschaftslage zurückgezogen.

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Gemeindevorsteher Heinrich Schütte legte am 29. November 1930 im Alter von 79 Jahren sein Amt nieder

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18. April 1931

 

Antrag des Wilhelm Woltemate über einen Zuschuß, weil er den Ziegenbock hält, wurden ihm zwei Gemeindewege und einen Zentner Hafer zu erkannt.

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28. November 1931

 

Jeder Land- und Waldbesitzer muß pro angefangene 5 Morgen bis zum

1. April 1932 einen Sperling an den Gemeindevorsteher abliefern.

Angenommen werden die Sperlinge jeden Sonnabend von 12 - 1 Uhr.

 

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1931

 

Zur Neuanschaffung einer großen Kirchenglocke, da die bisherige Glocke im Frühjahr 1931 gesprungen war, gab die Gemeinde Esperde der Kirchengemeinde einen Zuschuß von 600 Reichsmark.

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1931

 

Wie in den vorherigen Jahren zahlte Georg Sander für das Haus, Nr. 27 und Friedrich Beye für das Haus, Nr. 58 Wassergeld für den Gemeindebrunnen auf dem Schulgelände.

 

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Auf der Gemeindeausschuß-Sitzung am 9. 1. 1931 wurde über den Antrag des Köthners Hermann Strüber und Tischlermeisters Friedrich Schlüter beschlossen, wegen der Mauer an ihrem Hofraum, daß die Mauer Eigentum der Gemeinde bleibt, aber der Grund- und Boden auf der die Mauer steht, ihr Eigentum ist.

 

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Gemeindeausschuß-Sitzung am                                                        2. 4. 1932

 

Frau Luise Meyer Nr. 73 wurde als Totenfrau bestellt.

 

Für jeden Todesfall wurden ihr 6 Mark bewilligt.

 

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18.6.1932

Auf der Gemeindeausschußsitzung wurde für den aus dem Amt ausgeschiedenen Gemeindediener August Schütte, Friedrich Lange Gemeindediener.

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Gemeindeausschuß-Sitzung am                                                        24. 12. 1932

 

Um die Wohnungsnot zu steuern und die Gemeinde in Zukunft vor schweren Lasten zu bewahren, beschließt der Gemeindeausschuß, daß derjenige, welcher fremde Arbeiter von auswärts ins Dorf hereinzieht, später bei eintretender Kündigung und Entlassung verpflichtet ist, den betreffenden Leuten Wohnungen zu verschaffen .

 

1939 war der Bau eines Sportplatzes bei der Brockmühle geplant.

 

1942 wurde ein Antrag für eine neue Schule gestellt, dieses wurde aber aus kriegsbedingten Gründen abgelehnt.

 

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Gemeidevertretersitzung am                                                            21. 6. 1946

 

Top. 2.

Gemeindeschwester Wahl.

Vom Bürgermeister wurde Frl. Lina Beye vorgeschlagen und gewählt. Monatlich sind von der Gemeinde 10 Mark bewilligt, außerdem stehen vom Roten Kreuz auch 10 Mark zur Verfügung.

 

Top. 3.

Flüchtlingsunterbringungen.

Vom Flüchtlingsobmann wurde Klage geführt, über die Flüchtlingsunterbringung bei verschiedenen Hausbesitzern. In Zukunft soll die Belegung nach Ausmessung der Räume erfolgen.

(Flüchtlingsobmann Franz von Kiedrowski)

 

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Gemeinderatssitzung am                                                                  16. 11. 1946

 

Top. 3.

Weihnachtsfeier der Gemeinde für Flüchtlingskinder.

Es wurde beschlossen, die Weihnachtsfeier in Verbindung mit der Volkswohlfahrt durchzuführen.

 

Top. 4.

Unterstützung der hiesigen alleinstehenden Ehefrauen der Gemeinde.

 

Für jede alleinstehende Ehefrau wurde ein Betrag von RM 15,- und für jedes Kind RM 5,- pro Monat bewilligt.

 

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Gemeinderatssitzung am                                                                  21. 12. 1946

 

Top. 1.

Es wurde beschlossen, daß jeder Hauseigentümer seinen Flüchtlingen einen heizbaren Raum zur Verfügung stellen muß.

 

Top. 2.

Gartenland für Flüchtlinge.

 

Top. 3.

Besoldung des Nachtwächters Windheuser.

Pro Nacht (5Std.) sind RM 4,- zu zahlen. Zusätzlich arbeitet er einen halben Tag in der Gemeinde.

 

In den nächsten Jahren werden die Flüchtlingsprobleme in den Ratssitzungen den größten Raum einnehmen.

 

Es ist unvorstellbar, in 1 - 2 Jahren steigt die Einwohnerzahl um etwa 120 %. Die Versorgung mit den allernötigsten Bedürfnissen bereitete große Schwierigkeiten.

 

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Gemeinderatssitzung am                                                                  16. 8. 1947

 

Top. 4.

Schulspeisung

Die Schulspeisung soll durch Frauen des Roten Kreuzes im Schlachthaus der Frau Heinemeyer zubereitet werden.

 

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Gemeinderatssitzung am                                                                  17. 7. 1948

 

Top. 1.

Antrag auf Schulerweiterung

Schaffung eines zweiten Klassenraumes.

Beantragung einer dritten Lehrerstelle

 

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Gemeinderatssitzung am                                                                  4. 6. 1950

 

Auf dieser Sitzung wurden noch einmal die untragbaren Zustände der Schule besprochen und um Abhilfe gerungen. 160 Schulkinder werden im Schichtwechsel von 2 Lehrern in einem Klassenraum unterrichtet.

Der Beschluß lautete:

a) Das Stallgebäude beim Gastwirt Otto Grupe wird als 2. Klassenraum ausgebaut.

b) Eine 3. Lehrerstelle wird eingerichtet.

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1954 - 55 wurde die Feuerlöschzisterne in Sobottkas Garten gebaut.

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1953 erhielt Esperde die ersten Lampen der Dorfbeleuchtung. Auf der Ratssitzung vom 21. April 1953 erklärt sich der Bauer Göhmann bereit, kostenlos Kalk-Arsen zur Kartoffelkäfer-Bekämpfung in den Flüchtlingsgärten bereit zustellen.

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Der Gemeinderat wird vom Bürgermeister Otto Grupe am 30. Mai 1953 unterrichtet, daß der Landkreis die Durchgangsstraßen ausbauen und mit einer Teerdecke versehen wird.

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1954 wurde beschlossen die jetzige Forellenstraße als erste Nebenstraße zu asphaltieren. In den nächsten 4 Jahren folgen die anderen Straßen. Durch diese teilweise Selbstbeteiligung der Gemeinde, arbeiteten als Gemeindearbeiter H. Brinkmann, W. Wedemeyer und Fr. Wollenweber.

 

In den ganzen Jahren spielt die Schulfrage eine große Rolle. Bis auf der Gemeinderatssitzung am 13. August 1957 das erste mal eine "Zentralschule" in Börry die Aufmerksamkeit erregte. Termingerecht sind zum Volkstrauertag 1957 die 3 Steine für die Gefallenen und Vermissten des II. Weltkrieges auf dem Kriegerdenkmal aufgestellt worden

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Ab 1958 ist Esperde Mitglied des Müllzweckverbandes.

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Im Juli 1958 wird mit dem Schulumbau begonnen.

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Im Jahr 1961 kostet die Mülltonne 50 Liter monatlich 1,50 DM.

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Gemeinderatssitzung am 11. Dez. 1963

 

Erste Gespräche mit Bau-Interessenten, sowie mit Landbesitzern zur Erstellung eines Baugebietes.

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1964 wurde die Feueralarmsirene installiert

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1966 Bau der Friedhofskapelle.

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1967 Kinderspielplatz am Lindenbrink.

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Auf der Gemeinderatssitzung am 12. 3. 1969 wurde erstmals über Klein- oder Mittelzentren in Börry bzw. Ohsen gesprochen.

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Ab September 1972 wurde in der ehemaligen Schule ein Kinderspielkreis eingerichtet.

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Am 9. Dezember 1972 konnte das neue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden.

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Die politische Gemeinde Esperde besteht am 1. Januar 1973 nicht mehr.

 

Ab 1. Januar 1973 in der Gemeinde Emmerthal

 

Vorsichtig gingen die Esperder, an der Randlage der Gemeinde Emmerthal, den neuen Erwartungen entgegen. Es war ein Vorteil, dass unser ehemaliger Bürgermeister und Gemeindedirektor Otto Grupe in der neuen Verwaltung tätig war und durch den Außendienst den Kontakt zu den Ortsteilen aufrecht hielt.

Erste Baumaßnahmen kamen zur Ausführung. Der Bürgersteig in der Großen Straße, die Bachmauer, die Mauer in der Ilsestraße, allein dieses hätte den Rahmen der Gemeinde Esperde gesprengt. Hinzu kam die Erweiterung  des Feuerwehrhauses, verbunden  mit dem Erwerb eines neuen Feuerwehrfahrzeuges TSF 8, sowie die Erneuerung der Ilsebrücke.

Viele Planungen und Anstrengungen erforderten Kanalisierung und Wasserleitung, mit Wiederherstellung der Straßen und Bürgersteige. Der immer wieder verschobene Ausbau der Straße am Steinkamp konnte nun erfolgen. Die Kreisstraßen durch den Ort wurden vom Landkreis Hameln-Pyrmont ausgebaut. Die erste Verkehrsinsel kam gleichzeitig hinzu und erfüllt einen beruhigenden Verkehrsablauf. Wenn man nach 28 Jahren eine Bilanz zieht zur Gemeinde Emmerthal, wurde Dank eines großen Steuerzahlers, viel erreicht.

 

Gewählte Vertreter aus Esperde seit 1973

Im Gemeinderat:          Albert Marienhagen, Gerhard Schramm und Reinhard Göhmann

Im Ortsrat in Börry:      Friedrich Brinkmann, Gerhard Schramm, Gundula Sander und
Fr. Wilhelm Kohlenberg


 

[i] Archiv der Gemeinde Emmerthal

[ii] Aus dem Protokollbuch Esperde

[iii] Kreisarchiv Hameln-Pyrmont, Nr. B 124, Öffentl. Verhältnisse der Gem. Esperde Bd 1