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5.3.6 Die Friseure

Gerhard Schramm

 

Um 1900 bis etwa 1925 schnitt in Esperde der Putzer Beckmann, Haus Nr. 33a, den Männern die Haare. Ab 1930 übernahm Willi Wedemeyer Nr. 65 bis 1965 diese Aufgabe. Mittwochs und Sonnabends rasierte er die Männer. Heinrich Bock Nr. 62 hatte ab 1939 das Friseurhandwerk erlernt und nach seiner normalen Arbeitszeit bediente er bis in die 80er Jahre seine treuen Kunden.

Gleich nach dem Krieg kam Gustav Beye nach Esperde zu seiner Mutter in die Priem Nr. 9. Als gelernter Friseur bediente er die Damen mit selbstgemachten Holzwicklern.

1946 kam Frau Hertha Behnert als Vertriebene aus Ostpreußen mit ihrer Familie nach Esperde. Im Haus Kohlenberg Nr. 74 eröffnete sie ihren ersten Frisiersalon. Weitere Stationen waren Haus Nr. 33a und der ehemalige Schulraum beim Gastwirt Grupe. Ihre Tochter Felicitas erlernte ebenfalls das Friseurhandwerk und half im Betrieb mit. Im hohen Alter von 86 Jahren schloss Frau Behnert 1995 ihr Geschäft.

1990 eröffnete die Friseurmeisterin Claudia Aldag im Haus Nr. 41 einen Friseursalon. Somit ist auch heute noch in Esperde das Friseurhandwerk lebendig.