7.1.2 Alte Dokumente
Dem kögl. Landrathsamte zeige ich hiermit an:
daß die sich in der Gemeinde Esperde befindliche Wagen Feuerwehrspritze noch im guten Zustande befindet und für Esperde allein besteht.
Dieselbe ist im Jahre 1858 angeschafft und kostete 750 Mark.
Vorhandene Feuerlösch-Gerätschaften:
Hanfschläuche, etwa 40 Meter
zwei Aufsatzrohre, dazu drei Mundstücke
acht lederne Feuereimer
zwei Laternen
zwei Feuerleitern
vier Feuerhaken
eine Axt
ein Beil
eine lederne Schürze
Esperde, den 10. November 1885
Der Gemeindevorsteher
Georg Sporleder54

Vorhandene Feuerlösch-Gerätschaften 1885
An Königliches Landrathsamt Hameln
Auf Ew. Hochwohlgeborenen Schreiber vom 2. August und 3. September 1889
worin der Gemeinde Vorstand aufgefordert wird den Nachweis zu liefern, ob der vierräderige Anbringer angeschafft und die Vergrößerung des Spritzenhauses vorgenommen ist, theile ich Ew. Hochwohlgeboren ergebenst mit, daß beide Theile nicht zur Ausführung gelangt sind, da der dies bezügliche Kostenanschlag von 2100 Mark die Zustimmung der Gemeinde nicht gefunden hat.
Bei dem großen Aufwande der hiesigen Communalwege
wurde von so einem erheblichen Kostenaufwande von 2100 Mark Abstand genommen, dagegen für nöthig erachtet, einen Schlauchthurm zu bauen und die beim letzten Brande in Esperde verunglückten und verbrannten Schläuche, sowie die in Verfall gekommenen unentbehrlichen Feuereimer zu beschaffen.
Wie nöthig ein Schlauchthurm ist, beweisen die Ausgaben, welche durch Verfaulen und Verstocken der Schläuche entstehen.
Der Neubau eines solchen Thurmes aber würde einen
Kostenaufwand von 300 Mark
die Anschaffung von 36 Meter Schläuche 120 Mark
Anschaffung von 12 Stück lederne Feuereimer 50 Mark
Reparatur von Leitern und Feuerhaken 20 Mark
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Summa 490 Mark
Ew. Hochwohlgeboren werden unterthänigst gebeten, zu diesen Kosten die von der Landschaftlichen Brandkasse in Hannover 375 Mark uns zu dieser Beihilfe möglichst ganz oder doch theilweise erwirken zu wollen, in dem der Gemeindevorstand befürchtet, bei etwaigen Abschlag unserer Bitte das Löschungswesen nicht in dem Zustande wird in dem es Wichtigkeit der Sache gesetzt und erhalten werden sollte.
Esperde, den 10. September 1889
Hochachtend
Der Gemeindevorsteher
G. Sporleder54

Reproduktion gestiftet von Walter und Elli Menzel

Altes Spritzenhaus (Zeichnung Matthias Weßling)
Hameln, den 17. 9. 1889
An den Gemeinde Vorstand in Esperde.
Bevor eine Beihilfe zu den Kosten für den beabsichtigenden Bau eines Thurm für Schläuche beantragt werden kann, muß ein Gemeindebeschluß vorliegen, daß der Bau ausgeführt und die Löschutensilien angeschafft werden sollen. Außerdem muß über den Bau ein Kostenanschlag und hinsichtlich der Schläuche und der Feuereimer eine Liste der Fabrik vorgelegt werden, aus welcher die Preise der anzuschaffenden Gegenstände zu ersehen sind.
Ich beauftrage den Gemeindevorstand einen derfalligen Gemeindebeschluß herbeizuführen und mir denselben mit den übrigen Nachweisen baldigst einzureichen.
Der Landrath54
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Esperde, den 17. März 1897
An
Königliches Landrathsamt
Hameln
Mit dem Bemerken zurück, daß die hiesige Gemeinde in der um 12. Februar stattgefundenen Gemeindeversammlung einstimmig beschlossen hat im Lauf dieses Sommers eine neue Feuerspritze anzuschaffen, was ich Königliches Landrathsamt bereits mitgeteilt habe.
Der Gemeindevorsteher
Schütte54
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Nachweisung über die in der Gemeinde Esperde vorhandenen Feuerlöschgeräthschaften, sowie über das Feuerlöschwesen in derselben vom Jahre 1896 |
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Feuerspritze: |
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Zahl der vorhandenen vierrädigen |
1. gut |
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Wagen spritzen und Zustand derselben |
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Alter derselben, evtl. wann |
1844, die Spritze des alten Amts |
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angeschafft Jahr |
Grohnde |
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Ankaufspreis, Mark |
unbekannt |
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Ist ein Anbringer vorhanden? |
- |
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Angaben der vorhandenen Schläuche, |
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Länge in Meter |
70 |
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Zahl der vorhandenen: |
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Wasserkurven |
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Feuereimer |
6 |
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Feuerleitern und Haken |
2 Leitern, 2 Haken |
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Sonstige Feuerlöschgeräthschaften: |
- |
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Ist ein Spritzenhaus vorhanden: |
ja |
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Wieviel Übungen (Spritzenproben) |
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sind 1895 abgehalten |
8 |
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Besteht eine freiwillige Feuerwehr? |
ja |
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Wenn ja, welche eigene Geräthschaften |
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hat dieselbe? |
keine eigenen Geräthe54 |

Vorhandene Feuerlöschgerätschaften 1896
Hameln, den 5. Januar 1896
Br. m. Rückgabe an den Herrn Gendarmen Stelter in Grohnde
mit der Veranlassung mir Bericht zu erstatten ob sich die Feuerwehr bei dem Brande in Esperde bewährt hat und ob dieselben gut organisiert und zuverlässig waren.
Der Landrath
Vallentini
Eingegangen Grohnde, den 5./15. Januar 1896
und zurückgereicht.
mit dem Bericht, daß bei dem Brande die Feuerwehr sich thätig und zuverlässig erwiesen, auch die Organisation eine gute ist. Die Feuerwehr besteht ja meistens theils aus ehemaligen Angehörigen des Welfenclubs, dieselben haben aber bis jetzt hiervon noch nichts sich merken lassen.
Stelter
Gendarm54
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Esperde 25 April 1920
An das Landrats-Amt Hameln
Freiwillige Feuerwehr Esperde
Da am 3. April unser Hauptmann Conrad Düvel durch den Todt ausgeschieden ist, ist am 18 April von der Wehr zum Hauptmann Landwirt Fritz Wittkopp gewählt. Selbiger nahm die Wahl an wir bitten darum das Landrats-Amt wolle die Wahl zugenehmigen.
Hochachtungsvoll
Das Commando der Freiw.-Feuerwehr
Gegen die Wahl des Landwirt Fritz Wittkopp zum Hauptmann der Freiw. Feuerwehr Esperde ist von der Ortsbehörde nichts einzuwenden und bitten Landrats-Amt um Bestätigung.
Der Gemeindevorsteher
Schütte


Bericht ob sich die Feuerwehr bei dem Brande in Esperde 1896 bewährt hat